Wann kann man mit dem Training beginnen

Das Training kann man schon mit dem Welpen beginnen. Gerade für Hunde, welche Probleme haben auf fremden Menschen zu zu gehen, kann das Sanitätshund Training viel zur Sozialisierung beitragen. Die Hunde lernen fremde Menschen früh als freundliche Wesen kennen und verlieren so ihre Angst.

Javan mit 12 Wochen beim ersten Training

Das Sanitätshundetraining kann bereits im Alter von wenigen Wochen beginnen und ist ein guter Beitrag zur Sozialisierung der Welpen.

Dabei muss die Übungsanlage natürlich individuell auf den Welpen abgestimmt sein.

Am Besten beginnt man auf offenem Terrain.

Die erste Übung

Die Figuranten, ausgerüstet mit ausreichend Wurst, nähern sich freundlich dem in der Mitte stehenden Hundeführer und seinem Welpen. Sie zeigen dem Welpen ein Stück Wurst und entfernen zwei drei Schritte, sobald der Welpe die Wurst gerochen hat. Der Welpe wird nun vom Hundeführer freundlich aufgefordert, sich die Wurst zu holen. Der Figurant dreht sich dabei seitlich etwas vom Welpen weg und präsentiert ihm die Wurst.

Je mutiger der Welpe ist, desto mehr kann sich der Figurant dem Welpen zuwenden. Die Übung wird mit verschiedenen Figuranten wiederholt. Sind mehr als zwei Figuranten verfügbar, stellen sie sich im Kreis auf. Der Welpe kann abwechslungsweise zu den verschiedenen Figuranten laufen.

Die zweite Übung

Am Anfang wiederholt man die erste Übung ein paar mal. Dann setzen oder legen sich die Figuranten und präsentieren dem Welpen die Wurst so, dass er über sie hinweg steigen muss (ev. nur über ein Bein) oder unter ihnen durch gehen muss (z.B. gebäugtes Bein). Das Ziel ist es, dass der Welpe seine Scheu vor der Berührung durch fremde soweit ablegt, das er später das Bringsel problemlos beim Figuranten aufnimmt und beim Zeigen nahe zum Figuranten hinliegt.

Die dritte Übung

Man kann die erste und die zweite Übung mischen, die Distanz vergrössern, auf verschiedenen Terrains üben (z.B. im hohen Gras oder auf bewachsenem Waldboden), etc.

Wiederholungen

Es ist vom Übungsleiter immer darauf zu achten, dass der Hund motiviert, freudig und konzentriert arbeitet. Sobald das etwas nachlässt, muss das Training abgebrochen werden. Besser einmal zu früh als zu spät!

Welche Fehlern können passieren?

Oft wird der Fehler gemacht, dass zu lange und/oder auf zu grosse Distanz geübt wird und der Welpe sich plötzlich nicht mehr vom HF löst. Dann geht man für eine oder höchstens zwei Wiederholungen zurück zu einer einfacheren Übung, d.h. ganz kurze Distanz, Figurant macht sich sehr interessant, etc.. Nach einem solchen Erfolg, bricht man das Training sofort ab, damit keine weiteren Fehler eingeübt werden.

Noch ein Wort zur Sozialisierung

Natürlich genügt das Sanitätshund Training nicht um schwierige Welpen zu freundlichen Artgenossen zu erziehen. Aber es kann einen Beitrag dazu leisten, indem die Welpen/Hunde fremde Personen als freundliche Wesen kennen lernen. Die Bewegung, d.h. das hin- und herlaufen ermöglicht es den Hunden zudem Stress abzubauen. Damit können Sie sich auch viel besser und ruhiger fremden Personen nähern, resp. deren Nähe aushalten. Zudem haben die Figuranten durch sich abwenden vom Hund oder sich zuwenden zum Hund die Möglichkeit, den sozialen Stress bei den Hunden sehr fein zu beeinflussen.